Wie wird die Beratung bezahlt?

Vergütungsmodelle vorgestellt & im Vergleich
Kurzversion für die Eiligen 😉

2 Vergütungsmodelle je nach Sparte möglich

Courtage-Beratung: Die Vergütung des Maklers ist bereits in die Prämien durch die Versicherer einberechnet. Diese wird vom Versicherer an den Makler bezahlt. Ausser den Versicherungsprämien keine weiteren Kosten. Machbar in allen Versicherungssparten und das altbekannte Prinzip. Kein Preisunterschied zu Bank, Vertreter oder Internet.

Honorar-Beratung: Tarife ohne Abschluss- und Betreuungskosten werden hauptsächlich im Altersvorsorgebereich in ausreichender Zahl angeboten. Dort kann auf Kundenwunsch ein Vergleich zw. Courtage- und Honorartarif erfolgen. Bei Wahl des Honorartarifs wird von mir ein gesondertes Honorar direkt an Sie in Rechnung gestellt. Die Ablaufleistung kann im Altervorsorgevertrag dann deutlich höher ausfallen.

Bestandsprüfung: wenn nach der Prüfung die Betreuung auf mich übergehen soll, ist die Überprüfung kostenlos.

Wir müssen erstmal die Versicherungs-Bereiche aufteilen, weil die Sparten unterschiedlich behandelt werden.

Sach- & Krankenversicherungen

Bei Sach- und Krankenversicherern gibt kaum Bestrebungen zu Nettotarifen, deshalb entfällt hier bis jetzt noch die Honorarberatung. Ich biete Normaltarife an, in die eine Courtage für meine Betreuung bereits einkalkuliert ist. Weitere Kosten entstehen nicht.

Lebensversicherungen

Im Bereich Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit geben genügend Anbieter zusätzlich zu den Normaltarifen besondere Tarife ohne Abschluss- & Betreuungskosten aus. Deshalb gibt es hier auf Wunsch einen Vergleich. Was es am Schluss werden soll, liegt immer bei Ihnen.

Was ist Courtage-Beratung?

Beratung gegen Courtage ist das gängigste Modell der Versicherungsvermittlung. Auf diesem Prinzip arbeiten Vertreter, Agenten, Banken und Internetportale wie Check24 & Co.

Die Courtage (wird nur beim Makler so genannt, weil sie dort verhandelt wird – alle anderen bekommen eine festgelegte Provision) wird vom Versicherer beim Kalkulieren der Versicherungsprämien bereits eingeplant.

Beispiel Sachversicherungen: Wenn die private Haftpflicht 69,- € im Jahr kosten soll, wird ein Teil davon, der üblicherweise zw. 15-25% liegt, für die Betreuung vorgesehen. Der Vermittler und Betreuer erhält also für den Abschluss, die laufende Betreuung und Schadensfallbegleitung 6,90€ – 17,25€ im Jahr. Im KFZ-Bereich sind die Sätze geringer und liegen bei 4-10%.

Beispiel Krankenversicherung: Bei Krankenversicherungen werden 6-9 Monatsbeiträge als Abschlussvergütung kalkuliert und danach 1-2 % des Beitrags als laufende Betreuungsvergütung. Das kann bei einer privaten Krankenvollversicherung und 300€ monatlichem Beitrag dann schon mal eine Summe von 1.800€ bis 2.700€ bedeuten. Allerdings ist der Beratungsaufwand im Vergleich zur Haftpflicht um ein Vielfaches höher. Diese Vergütung unterliegt einer Haftung. Entschließt sich der Kunde innerhalb der ersten 5 Vertragsjahre um, muss der Vermittler die restliche Summe zurückzahlen – nach zwei Jahren z.B. 3/5 bzw. 1.080€ bis 1.620€.

Beispiel Lebensversicherung: Wenn die Krankenversicherung schon kompliziert erscheint, kann einen die Vergütungstheorie bei Lebensversicherungen regelrecht erschlagen. Die Vergütungssätze sind prozentual noch einfach darzustellen: 2-5% werden als Abschlussvergütung eingerechnet, laufend sind es die gleichen 1-2 % wie bei der Krankenversicherung. Nehmen wir an, es soll eine Altersvorsorge für einen 30-jährigen abgeschlossen werden. Laufzeit bis zum 67. Lebensjahr und monatlicher Beitrag 100€. Jetzt muss im ersten Schritt ermittelt werden, wieviel über die gesamte Laufzeit an Beiträgen bezahlt wird: 37 Jahre x 12 Monate x 100€ = 44,400€ davon werden z.B. 4% an den Vermittler ausbezahlt – macht 1.776€. Auch diese Summe unterliegt der Haftung. Für Lebensversicherungen variiert der Haftungszeitraum von 5 bis 10 Jahren. Solange diese Zeit nicht verstrichen ist, muss der Vermittler im Falle der Umentscheidung des Kunden einen Anteil zurückzahlen.

Was ist Honorarberatung?

Honorarberatung erfolgt unter Verwendung von Nettotarifen. Das bedeutet nicht ohne Steuer, sondern im Versicherungsbereich ist damit das Fehlen von Abschluss- & Betreuungskosten in der Versicherungsprämie gemeint. Viele Anbieter im Lebensversicherungsbereich haben mittlerweile ihre Produkte als Nettovariante im Sortiment. Deshalb können sich meine Kunden bei Altersvorsorge oder Absicherung der Arbeitskraft (Berufsunfähigkeitsversicherung)  auf Wunsch parallel zum Courtage-Tari auch Tarife ohne einkalkulierte Abschlusskosten anbieten lassen. Dann stelle ich eine Honorarrechnung.

Beispiel Lebensversicherung: Im Text links haben wir bereits berechnet, dass der Kunde mit Wunsch nach Altersvorsorge für seinen Vertrag 100€ mtl. bezahlt und der Vermittler dafür 1.776€ Courtage erhält. Der gleiche Tarif würde als Nettotarif für die Honorarberatung ebenfalls 100€ verbuchen, jedoch keine Courtage ausbezahlen. Wenn der Vermittler ganz vereinfacht die 1.776€ als Honorar abrechnet, kann der Vertrag ab dem ersten Beitrag voll auf rendite arbeiten, während beim Courtagemodell monatlich der Anteile für die Vergütung abgezogen werden. Das kann nach 37 Jahren Laufzeit beim verfügbaren Kapital im Vertrag einen Unterschied von mehreren tausend Euro ausmachen. Allerdings muss man sich das Honorar auch als Einmalzahlung leisten können.

Prüfung bestehender Verträge

Wenn es um die Überprüfung der bestehenden Versicherungen geht, kommt es drauf an, ob Sie von da an durch mich betreut werden möchten oder nach der Prüfung die alten Ansprechpartner bestehen bleiben soll. Bei der Betreuung durch mich ist die Prüfung kostenfrei, da ich aus Haftungsgründen dafür Sorge trage, dass meine Kunden nicht falsch versichert sind.

Sollten Sie keine Betreuung der bestehenden Verträge durch mich wünschen, müssten wir die Möglichkeiten im Kennenlern-Gespräch durchsprechen.